"Alles ist möglich"

"Alles ist möglich"

Britta Michelsen-Roth

Theaterstück Philipp Zappel  - Alles ist möglich

Wer ist dieser komisch gekleidete Mann da vorne? Wieso ist er so aufgeregt, dass er gleich am Anfang aufs Klo rennt? Und was will er uns über die Schule erzählen?

Solche und ähnliche Fragen stellten sich die Vorschulkinder aus den Kindergärten der Kitzinger Siedlung, Etwashausen, Sickershausen, Hohenfeld und Hoheim.  Sie waren der Einladung der Grundschule Kitzigen-Siedlung gefolgt, um gemeinsam mit  Erstklässern das Theaterstück „Philipp Zappel – alles ist möglich“ anzusehen.

Doch für die zukünftigen Schulanfänger gab es viel mehr zu tun als nur zuzusehen, denn  der Würzburger Künstler Peter Baumann alias „Philipp Zappel“ agierte nicht alleine, sondern bezog die Kinder ständig aktiv mit ein. Sie sollten dem schusseligen Reporter der Jugendzeitschrift „Cool drauf“ helfen, einen Artikel über die Schule zu schreiben. Mit Hilfe von roten und grünen Antwortkärtchen trat dieser sofort in einen lockeren Dialog mit den Kindern, entlockte ihnen Meinungen, Irrtümer und Geständnisse über die Schule und hielt so ihre Aufmerksamkeit ständig hoch.

Aber nicht nur die jungen Schüler gaben Auskunft über ihr Erleben von Schule, auch Philipp Zappel erzählte davon: Mit seiner Erinnerung an die eigene Lehrerin Frau Krause versteckte er auf witzige Weise eine Bewegungsphase in dem Stück.  Die Turnübungen, die er auf einem Kartenständer stehend ansagte, fanden bei den jungen Zuschauern großen Anklang und wurden begeistert mitgemacht.

Fasziniert verfolgten die Kinder auch seine Geschichte von der Jonglierschule, die die „Fliegende Moskitos“ genannten Jonglierbälle Rudi, Sonja und Dieter besuchten. Anschaulich und mit viel Humor verpackte Baumann darin typische Probleme des Schulalltags: Nervosität, innere Unruhe, Angst und Unsicherheit. Darüber hinaus zeigte er auf spielerische Art Möglichkeiten auf, diese Ängste zu überwinden, etwa indem man kleine Schritte vornimmt und durch beständiges Üben schließlich zum Erfolg gelangen kann.
So bietet  sich diese auf den ersten Blick lustige Jonglage- Nummer an, um mit den Kindern das Gesehene im Unterricht oder in der Kindergartengruppe nochmals aufzugreifen und zu vertiefen.
Nach 45 kurzweiligen Minuten hatten die Kinder viel gelacht, waren ununterbrochen aufmerksam dabei gewesen, hatten die Vorschulkinder ein bisschen Schulatmosphäre geschnuppert, und vor allem erfahren, dass es in der Schule auch lustig zu geht. Alles in allem eine wertvolle Erfahrung, die den Kleinen hoffentlich Lust auf mehr macht und zeigt, dass in der Schule (fast) alles möglich ist!

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