Grundschule Hellmitzheimer Bucht kooperiert mit Gymnasien im Landkreis

 

Wenn Dosen in die Luft fliegen

Schulfest in Markt Einersheim
Grundschüler zum Experimentieren an Gymnasien im Landkreis



MARKT EINERSHEIM (rt)
„Wer, wie, was?“ Mit diesem Lied starten die Kinder der Grundschule Hellmitzheimer Bucht in ihr Schulfest. Eine Woche lang wurde in allen Klassen experimentiert und geforscht. Nun wurden alle Versuche und Experimente den Eltern und den andern Klassen präsentiert, teilt Rektor Klaus Hana mit.

Langweile hatte bei diesem Fest niemand, so die Schule. Die erste Aufgabe stellte Schulleiter Hana allen Gästen: Die Lesemaus Mimi wollte eine Ballonfahrt unternehmen. „Wie viele Luftballons sind nötig, um Mimi in die Luft gehen zu lassen?“ Mit dem 28. Ballon erhob sie sich in die Lüfte. Dabei kam es zu einem tragischen Unfall. Mimi stürzte aus 15 Metern Höhe auf das Schuldach. Das Problem der Rettung konnte an diesem Tag nicht gelöst werden.

Sprengstoff bei der Bundeswehr
Großes Interesse fand eine Vorführung der Bundeswehr. Sprengstoff sollte gefunden werden - für Schäferhund Ben kein Problem. Dann ging es zu den einzelnen Stationen, bei denen alle Sinne angesprochen wurden. An vielen Stationen konnte experimentiert, gestaunt und „begriffen“ werden. Solartechnik, Schallausbreitung, Elektrizität, Mechanik, für jeden wurde etwas geboten. auch die Eltern hatten für die Kinder Versuche vorbereitet. Malen mit Pflanzen, Entzünden von Streichhölzern mit einer Lupe und kleine chemische Versuche.

Man hatte kaum Zeit alle Stationen zu besuchen. Schließlich ging es zum Fußball-Schauen in die Turnhalle (Deutschland gegen England bei der WM) - nach dem Sieg sei die Stimmung natürlich bestens gewesen und es hieß: So ein Schulfest brauchen wir jedes Jahr.

Besuch bei anderen Schulen
Während der Projektwoche haben die Kinder der Grundschule Hellmitzheimer Buch auch außerhalb ihrer Schule experimentiert. Die Gymnasien Kitzingen; Scheinfeld und Marktbreit hatten jeweils eine Klasse eingeladen.

Knalleffekt in Kitzingen
Bei ihrer Projektwoche zum Thema „Experimentieren“ besuchten die 28 Schüler der 4. Klasse der Grundschule Hellmitzheimer Bucht das Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen. Die Grund¬schüler erlebten zum ersten Mal einen Unterricht in den Fächern Physik und Chemie. Im Physiksaal ging den Kindern bei den Versuchen zur Optik im wahrsten Sinne "„ein Licht auf“. An verschiedenen Stationen konnten sie Lichtstrahlen bündeln, brechen oder ablenken. Und dass das Licht in Wahrheit nicht weiß oder gelb ist, wissen die Viertklässler spätestens nach dieser interessanten Physikstunde.

Warum blubbert Brause eigentlich? Dieser Frage gingen die Schüler bei chemischen Versuchen nach. Sie füllten die einzelnen Bestandteile der Brause in Reagenzgläser. Was passiert, wenn Wasser dazu kommt? Die Versuche hätten stundenlang weitergehen können. Für einen Knalleffekt sorge zum Abschluss im Innenhof der Schule der Versuch, mit einer Brausetablette bestückte Filmdöschen in die Luft zu schießen. Das musste natürlich am Schulfest drei Tage später wiederholt werden.

Die Chemie in Scheinfeld stimmt
Die Klasse 3a war zu Gast im Gymnasium Scheinfeld, wo der Chemie- und Biologie-Unterricht gesucht wurde. Sofort wurde der Forschergeist der Kleinen geweckt, als sie - genau wie die Großen - die Schutzbrillen für die späteren Versuche bekamen. Anschließend durften sie herausfinden, wie man zum Beispiel klären kann, ob eine Flüssigkeit Zucker enthält, wie man durch Zugabe verschiedener Mittel Eiweiß nachweist oder dass nicht jeder schwarze Filzstift mit der gleichen Tintenmischung schreibt. In einer weiteren Gruppe stellten sie sogar einen Schaumfeuerlöscher her, indem sie Soda mit Essigsäure mischten. Nur zu gerne hätte die 3a weiter mit Reagenzgläsern, Erlenmeyerkolben und Pipetten hantiert, doch wie so oft verging die zeit mal wieder viel zu schnell.

Roboter-Werkstatt in Marktbreit
Die Klasse 3a hat auch die Arbeitsgruppe „Roboterwerkstatt“ am Gymnasium Marktbreit besucht. So programmierten und bauten die Gruppen emsig und ließen ihre Roboter vorwärts und rückwärts fahren, Kreise drehen und sogar mit einer Stoßstange Bälle wegschieben. Am Schluss wurde ein Wettbewerb unter den Gruppen veranstaltet. In 90 Sekunden sollten möglichst viele Bälle berührt und von der Stelle bewegt werden.

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