Gymnasiallehrer an der Grundschule
Gymnasiallehrer verbrachten einen schönen Vormittag
an der Grundschule
(Sw) Der gefrorene Schnee knirschte unter den Schuhen, als am Dienstag, den 12.01.2010, einem kalten rauen Wintertag, eine Unterstufendelegation des Matthias-Grünewald-Gymnasiums aus dem Auto ausstieg und vom Parkplatz an der Josephskirche in Grombühl zur Privaten Katholischen Volksschule Vinzentinum mit Tagesheim( Stammschule der Kooperationslehrerin Martina Schwarz) lief. Wie vor einem Jahr fand im Rahmen des Projektes „Übergänge gestalten“ eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Offene und geschlossene Unterrichtsformen an der Grundschule“ statt. Das Treffen der Vertreter der unterschiedlichen Schularten war geprägt von Herzenswärme.
Der Rektor der Volksschule Vinzentinum, Rainer Stögbauer, empfing die Gymnasiallehrer, Unterstufenleiter OStR Peter Herrmann, Internatsleiter StD Berthold Rix, die Klassen- und Fachlehrer der 5.Klassen, StR Sebastian Singer, StRin Karin Biernat, StRin Ulrike Zimmermann, OStRin Kristina Kurz und StR Dr. Holger Saurenbach, alle in Begleitung der Grundschullehrerin Martina Schwarz.
Sie hatte ein straffes Vormittagsprogramm für ihre engagierten und interessierten Kollegen zusammengestellt - Schulleben, keine Show. Einblicke ins Miteinander der an der Schule lebenden und arbeitenden Schulkinder, LehrerInnen und ErzieherInnen sollten gewährt werden, Schulhaus und Hort gezeigt, das Schulkonzept vorgestellt werden.
In der ersten Unterrichtsstunde konnten die Gäste des MGG Grundschüler bei der Freien Stillen Arbeit (FSA) beobachten. Alle Grundschullehrerinnen der altersgemischten Klassen (1/2a Elke Krapf , 1/2b Katrin Luther-Rauh, 3/4a Nicole Kilian-Dürr, 3/4b Ute Boser-Möller) öffneten ihre Klassenräume. Die Schulkinder arbeiteten in ruhiger Atmosphäre alleine oder mit Partner an unterschiedlichen Aufgaben. Bei Bedarf unterstützten die Klassenlehrerinnen oder Erzieherinnen, die im Unterricht mit anwesend waren, die Kinder. An diesem besonderen Tag jedoch reparierten bspw. die Mathematiklehrerin Kristina Kurz und Lisa aus der 4.Klasse gemeinsam den funktionsunfähigen Zirkel.
„Dass ich mal richtig abhängen kann, das finde ich besonders toll an der Theater AG“, schwärmte die Viertklässlerin Tabea, die mit ihren Kameraden Sebastian und Justus und der Drittklässlerin Johanna, in der zweiten Schulstunde, pfiffig und selbstbewusst die Theaterwerkstatt im Dachgeschoss vorstellte, welche von Kerstin Bühl der Förderlehrerin geleitet wird. Die Schülergruppe zeigte in einer kleinen Vorführung, bestehend aus Sprachspiel und Pantomime, welche Freude der spielerische Umgang mit Sprache, dem eigenen Körper, vor allem im Miteinander, macht.
In der Bibliothek erläuterte der Schulleiter, Rainer Stögbauer, anschließend das Schulkonzept, den Marchtaler Plan, dessen Umsetzung die Gäste bereits miterleben durften. „ An unserer Schule wird nach dem regulären Lehrplan für Grund- und Hauptschule unterrichtet. Leitfaden des pädagogischen Konzepts ist der Wertekodex des christlichen Glaubens. Feste und Feiern teilen das Kirchenjahr ein. „Bausteine“, die eine Schulwoche strukturieren, sind Montagskreis, Freie Stille Arbeit (FSA), Vernetzter Unterricht (VU), bzw. Fachunterricht. Reformpädagogische Ansätze bestimmen die Art des Lernen und Lehrens an unserer Schule“, sagte der Rektor. „Eine wichtige Rolle spielt auch das Theaterspiel.“ (weitere Infos unter vinzentinum-wuerzburg.de).
Die große Gastfreundlichkeit der Mitarbeiter des Vinzentinums gipfelte darin, dass sämtliche Grund- und Hauptschullehrer/innen, sowie die Erzieherinnen des Horts in der ersten Pause in die Bibliothek kamen, um mit den Lehrern des MGG einen Kaffee zu trinken. Die Vertreter der unterschiedlichen Schularten hatten viele gemeinsame Gesprächsthemen. Sie sprachen bspw. über Schulleben, Werteerziehung, Modelle der Ganztagsbetreuung, wichtige Aspekte der Gestaltung des Wechsels von der Grundschule in eine weiterführende Schule, tauschten sich aus über Lehrplaninhalte, Methodik und Didaktik.
Das kuschelige Wintermärchen „THE MITTEN“ erzählte in der dritten Schulstunde Martina Schwarz ihren Viertklässlern im Englischunterricht. In der Stunde gebundenen Unterrichtes lauschten die Schüler der Erzählung ihrer Lehrerin, die das Tier- und Zaubermärchen mit Hilfe von Stricknadelhandpuppen, einem weißen Fäustling und Folientieren veranschaulichte. Die Viertklässler setzten sich auf vielfältige Weise mit dem Inhalt der Geschichte auseinander. Fasziniert beobachteten die Gymnasiallehrer, wie die Schüler durch die methodisch abwechslungsreiche, handlungsorientierte Stunde mühelos und mit großer Freude diese sprachlich sehr anspruchsvolle Erzählung nachvollziehen konnten.
Schließlich besichtigten die Gymnasiallehrer den Hort und die kleine Kapelle. Die Erzieherinnen Marion Eger, Esther Berberich und Andrea Köhler berichteten von ihrer täglichen Arbeit, der Zusammenarbeit von Schule und Hort, der Hausaufgabenbetreuung und der Freizeitgestaltung. Sie zeigten einen der liebevoll eingerichteten, komfortabel ausgestatteten Gruppenräume.
Verschwenderisch teilten die Gäste Lob aus: „Vorzeigeklassen und -horträume! Fleißige, ausdauernde Schulkinder! Engagierte, aufgeschlossene Grundschullehrerinnen! Die Theater AG, super! Der Rektor, spitze! Gut, der Kuchen und Kaffee! Englischunterricht warm und snug! Topfitte Erzieherinnen! - Ein starkes Team mit einem tollen Konzept, das Kindern Halt und Geborgenheit gibt! – Beeindruckend!“
Suche
Aktuelles
Aktives Kleeblatt in Wiesentheid (LK Kitzingen)
Zum wiederholten Mal fand am 08.12.2011 im Rahmen des Projektes „Übergänge gestalten“ eine...
© 2008 Virtuelle Schule e.V.


