Yeah, let's be friends

(Sw) Class 5g, MGG, presented the christmas pantomime
- Little Red Riding Hood- 18th, 21th and 22th of december.


Die Ganztagsklasse des Matthias- Grünewald-Gymnasiums studierte in der Vorweihnachtszeit eine eigene Version des Märchens Rotkäppchen im Englischunterricht und in Freizeitstunden mit ihrem Englischlehrer Friedrich Knorpp und der Grundschullehrerin Martina Schwarz ein.

Im Musikunterricht übten die Fünftklässler die songs „head, shoulders, knees and toes“ und „I like the flowers“ mit Christine Böhm, Barbara Groß und dem Klassenorchester. Raschelnde „Blätterhüte“, eine bizarre „Baumkrone“ und einen aufwendigen Blätterturban für Ashley, Oak, nut tree und deren belaubte Freunde, the individual trees of the deep, dark wood, gestaltete die Klasse 5g im Kunstunterricht von Anne Hock.

Der Englischlehrer Friedrich Knorpp schrieb das Drehbuch des amüsanten, mutigen Stückes und schenkte es seiner Klasse sozusagen als Vorweihnachtsgeschenk. Er entschied sich für die Umsetzung des altbekannten Kindermärchens, um Schauspielern und Zuschauern einen Leitfaden zu geben und Vorstellungen in den Köpfen der „Fremdsprachen- anfänger“ zu wecken. Eine altersangemessene Sprache, reich an Situationskomik, Slapsticks, parodistischen Elementen, mit Liedern aus der Grundschule, in neuem, aberwitzigen Kontext, wählte er und schuf eine Vielzahl maßgeschneiderter, ausdrucksstarker Rollen.
Den „schwarzen Humor“ seiner Fünftklässler baute er frech in das Märchen ein, setzte nicht den Rotstift an, wo seine Schüler in ihrer Phantasie Grenzen testeten und überschreiten wollten, integrierte ihre Ideen -drugs, alcohol and pretty girls- „geschmackvoll“ und unterstrich den Schülerhumor mit der Farbe seines Herzblutes.
„Once upon a time“, krächzte eine unfreundliche Stimme - the narrator (Judith, Marie), die verriet, dass in diesem Theaterstück lachen erwünscht war. Rotkäppchen (Annika, Katrin) und ihre Mutter
(Charlotte) tauchten auf der Bühne auf. „Mother“ besaß den Charme und Elan eines ganzen Kleintransporters, geladen mit enthusiastischen, Energie strotzenden Müttern und ermahnte ihre kleine verträumte Tochter, im Wald nicht vom Weg abzugehen and „don´t forget the basket. Here is the red wine and there are Granny´s sleeping pills.“

Im Wald wartete “the terrible character” Wolfie (Daniel, Julius) hinter dem linken Baum auf Rotkäppchen und lauscht dem Gespräch der Waldbäume. Bedächtig und langsam unterhielten sie sich. „Oak, are you O.K.?“, fragte bspw. die Esche Ashley (Anna-Lea) die Eiche Oak (Marcel). Da schwärmte Wolfie: „I love little girls.“ Er begann frech und garstig zu singen: „I like their head, shoulders.” “Knees and toes, knees and toes”, knarrten  the trees. Dann piepsten die Blumen: “And eyes and ears and mouth and nose.” Wolfie beendete: “Head, shoulders, knees and toes, knees and toes.” Das (Grüne-) Waldorchester mit herbstlicher Kopfbedeckung spielte unterdessen auf dem Schlagzeug, der Ziehharmonika, der Klarinette und der Gitarre. Der Wolfie- Baum- Blumenreigen tanzte miteinander. Amit der lebende Vorhang (curtain) führte zur nächsten Szene über.

Little Red Riding Hood kam fröhlich trällernd daher und bog nach rechts ab. „Dammit!“, fluchte der Wolf, der auf der anderen Seite gewartet hatte. Das Kind sang: “I like the flowers,….!“ Da standen sie, die reizenden Blumenmädchen mit lippenstiftroten Mündern, glitzernden Augen, Haaren, Fingernägeln, einem schrillen Outfit - nicht zu übersehen - und lockten das Mädchen: “ Take me. Can`t you see. I`m as pretty as a bee,” oder „Come on baby, take me quick I`m the best you`ll ever pick.” Sie führten eine heiße Modeschau vor. Little Red Riding Hood konnte nicht widerstehen. Sie stellte ihren Korb ab!!! und überließ sich dem Sinnesrausch, lief immer tiefer in den Wald hinein. Das drohende Unheil war vorprogrammiert. Curtain!

Nicht alles kann erzählt werden, nur so viel: Es gab noch einen wachsamen Jäger, eine schwerhörige, kurzsichtige Großmutter, mit einem Benehmen so gar nicht grandmummylike.
Bis zum Happy End musste einiges passiert  sein und das war es auch, denn schließlich lag Wolfie im Vollrausch und der Hunter, niedergestreckt, am Waldboden. Beim Wiedererwachen stöhnten sich die beiden ehemaligen Erzfeinde die weihnachtliche Botschaft zu:“ Yeah, let`s be friends! “
 
Im Rahmen des Projektes „Übergänge gestalten“ besuchten Viertklässler der Mönchbergschule, der Goethe-Grundschule und Fünft- und Sechstklässler des Vinzentinums das Weihnachtstheater. Die Parallelklassen  5a und 5b/c waren eingeladen.
Die Viertklässler der Mönchbergschule mit ihrer Klassenlehrerin Frau Reitzenstein lernten bei diesem Anlass ihre „Partnerklasse“, die Klasse 5a von Dr. Holger Saurenbach kennen, mit der sie im Briefwechsel stehen. Frau Schnell und die Viertklässler der Goetheschule ließen sich im Anschluss an das Theaterstück das Schulhaus von Frau Schwarz zeigen, die neugierige Fragen beantwortete. Richtig viel Spaß hätte das Zuschauen gemacht, versicherten die Schülergruppen der Kooperationslehrerin. „Das hätte noch viel länger sein können“, meinten sie und machten den Fünftklässlern viele Komplimente.

An der  Weihnachtsfeier der Klassen 5g und 7g, an der Großeltern, Eltern, Geschwister und das sozialpädagogische Team um Frau Reuss eingeladen waren, hatten die Siebtklässlerinnen den „Kaffeetisch“ passend zur Christmas Pantomime vorbereitet. Die letzte Vorstellung wurde ein Highlight. „Richtig professionell, wie in einem Theater“, kommentierte eine Mutter das Gesehene. Schauspieler und Publikum konnten nach dem Gezeigten gemeinsam Freundschaftsplätzchen in den Wolf-Jägerfarben green/black verzehren, dazu Grannys Weihnachtspunsch trinken, an Tischen, die mit „red“ Rotkäppchenservierten und Glitzerblütenblumenvasen mit Tannenzweigen geschmückt waren.( An alle Helfer ein großes Dankeschön!)
Merry Christmas!

Martina Schwarz

Bilder: Martina Schwarz
Bilder: Martina Schwarz

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