Gemeinsame Konferenz in Mellrichstadt

„Übergänge gestalten“
Treffen am 11. 11. 09 in der Mensa des Martin-Pollich-Gymnasiums Mellrichstadt

TeilnehmerInnen: Ministerialbeauftragter Herr  Schmitt, Schulamtsdirektorin Frau Krauß, Schulleiter Herr Steigerwald, Herr Wesserle,
MPG: Klassenleiterteams der Klassen 5a-d des MPG (Frau Frimark, Herr Wölfling, Frau Coste, Frau Ferrari, Frau Balling, Frau Tratt-Leischner, Frau Aust, Herr Dr. Gotthard, Unterstufenbetreuer Herr Beck, Grundschullehrkraft Frau Sterzinger,
Eine Lehrkraft der Ignaz-Reder-Realschule,
Lehrkräfte der Grundschulen der Region, die die Fünftklässer im letzten Jahr unterrichteten.

Zunächst begrüßt Herr Steigerwald die Gäste und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Kontakte, die vor mehr als zwei Jahren begannen, nicht abrissen, sondern nicht zuletzt dank der Initiative von Frau Krauß auf eine neue Ebene gelangt sind.

Frau Sterzinger stellt anhand einer Folie die wesentlichen Erkenntnisse der Lernstandserhebung in den Fächern Deutsch und Mathematik vor, die vom Schulamt auf  Basis der Bildungsstandards fußend, erstellt wurden.  Frau Sterzinger geht zunächst auf die Absicht der Erhebung aus. Dies sind insbesondere:
•    Standardüberprüfung und Qualitätssicherung
•    Feststellung von Lern- und Förderbedarf in den Fächern Deutsch und Mathematik
•    Stärkung der diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften
•    Orientierungshilfe bei der Leistungsbewertung
•    Weiterentwicklung des Unterrichts in den Schulen

Frau Sterzinger stellt fest, dass kein einziger Schüler volle Punktzahl erreichte, aber auch keine „Einbrüche“ erkennbar waren.  Im Fach Mathematik waren die Ergebnisse insgesamt besser als in Deutsch, da vor allem in Geometrie in breiten Teilen eine gute Sicherheit festgestellt werden konnte. Defizite sind teilweise bei der schriftlichen Multiplikation und Division festzustellen. In den Intensivierungsstunden wird in sehr individueller Weise darauf eingegangen.
Im Fach Deutsch bereiteten vielen Schülern die Bereiche „Aussagen umformulieren“ und „abwägen, beurteilen und schlussfolgern“ Schwierigkeiten.
In der Diskussion wird Sinn, Absicht und Inhalt dieser Lernstandserhebung thematisiert. Frau Krauß erläutert nochmals die Absichten und Möglichkeiten. Das Gremium ist sich grundsätzlich einig, dass dies ein positiver Ansatz ist.
Die Analyse des Selbsteinschätzungsbogens erbrachte folgende Hinweise:
•    Die meisten Schülerinnen und Schüler fühlen sich recht wohl an ihrer neuen Schule
•    Einzelne Sorgen wurden geäußert. Darüber wurde bereits mit den Schülern gesprochen und Lösungen angeboten
•    Der Bogen ist bei Elterngesprächen eine wichtige Hilfe


•    Die Selbsteinschätzung sollte im Unterricht und nicht zu Hause vorgenommen werden

In der Diskussion werden die Aussagekraft, der Termin der Erhebung, den Einbezug der Lehrkräfte des Gymnasiums und eine Ausdehnung auf andere Fächer erörtert.

Anschließend ziehen sich die Klassenleiterteams mit den ehemaligen Grundschullehrkräften der jeweiligen Kinder zu getrennten Besprechungen zurück. Der Meinungsaustausch wird fast ausnahmslos von den Teilnehmern als menschlich angenehm, zielführend und wertvoll im Hinblick auf den „gefühlten“ Übergang aber auch auf Probleme Einzelner und die wichtigen Lösungsansätze gesehen. Das Gymnasium kann auch auf diese Weise neben dem Prinzip des „Forderns“ in viel stärkerem Maße das Prinzip des „Förderns“ positiv verstärken.

In der Schlussrunde werden kurz wesentliche Erkenntnisse des Austausches vorgestellt.
Herr Steigerwald ermuntert die Grundschullehrkräfte, Einladungen an KollegInnen aus Realschule und Gymnasium zur gegenseitigen Hospitation auszusprechen. Er regt an, dass z.B. die Aufführungen der Unterstufentheatergruppe von Viertklässlern besucht werden. Dabei weist er auch auf den Informationsabend am 10. 03. 10 um 18.00 Uhr hin.
Ltd. OStD Schmitt bedankt sich für die Initiative, die er begrüßt und unterstützt – nicht zuletzt durch seine Besuche. Er bietet den Grundschullehrkräften Hilfe der „Virtuellen Schule“ an, wie bereits in der Region erfolgt.


Mellrichstadt, 17. 11. 2009

F. Steigerwald
                                                            



 

                                                                                                        
                                                                    



                                                               

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