Barry Act 2
Von StD KlausPeter Schmidt, Schweinfurt
Nach dem großen Erfolg des ersten „intensive language training“ mit Barry Colyer im Januar fand auf vielfachen Wunsch der damaligen Teilnehmer eine Fortsetzungsveranstaltung am 20. und 21. Oktober statt.
„It almost seems like yesterday“ sagte Bary zur Begrüßung und es war wirklich erstaunlich, wie gut er sich noch an uns alle erinnern konnte. Somit bedurfte es auch keiner größeren Aufwärmphase, denn alle Beteiligten konnten direkt an die Inhalte der vorausgegangenen Veranstaltung anschließen. Aufbauend darauf stand wieder das „practical classroom teaching“ und die Lehrkraft als „model of performance“ im Mittelpunkt. Das dabei notwendige Gespür des Lehrers, einerseits souveräner Moderator zu sein („Give clear instructions“; „Be analytical“), andererseits jedoch das Unterrichtsgeschehen ganz klar „student-centred“ und mittels „interactive activities“ auf die Schüler zu fixieren, demonstrierte Barry – wie gewohnt (und von uns natürlich erwartet!) - auf unnachahmliche Weise als Referent selbst. Er ermunterte uns, die Mündlichkeit, gerade im Bereich des Übergangs an die Realschulen und Gymnasien stark zu betonen, den Schülern „the music of language“ zu vermitteln und die, besonders in den Englischbüchern der 5. Klasse, so weit verbreitete „grammar-translation method“ eher kritisch zu bewerten.
Dabei blieb nichts graue Theorie, alle seine Forderungen belegte er eindrucksvoll an Hand von Beispielen. Diese waren so gewählt, dass sie ohne große Mühe der jeweiligen Anforderungsstufe: GS, HS, RS und GY angepasst werden konnten. Die Kollegen durften selbstverständlich die von Mr Colyer selbst gefertigten Materialien der in der Fortbildung vorgestellten Übungssequenzen mit nach Hause nehmen um sie für die eigene Unterrichtspraxis auszuprobieren. Es war aber nicht nur der fachliche Gewinn, der herauszustellen ist. Barry Colier in Aktion zu erleben ist ein großes Vergnügen. Man genießt es einfach diesem „Maestro“ des britischen Sprachwitzes zuzuhören und dabei die eigenen Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen. Sehr angenehm und entspannt war auch die persönliche Atmosphäre innerhalb der Teilnehmergruppe. Insofern wäre es sicherlich auch interessant gewesen, wenn man den persönlichen Erfahrungsaustausch in der Gruppe (viele hatten Materialien ihrer Schulart dabei) in einem Workshop hätte intensivieren können. Aber das hätte natürlich wiederum bedeutet, Barry nur einen halben Tag „genießen“ zu können. Insofern ist es vielleicht durchaus überlegenswert, eine „follow-up“-Veranstaltung zu organisieren, bei der die Teilnehmer im Rahmen eines Erfahrungsaustausches konkret an Hand von eigenen Lehrmaterialien über Inhalte und Probleme der jeweiligen Jahrgangsstufe und Schulart diskutieren und sich so ein konkretes Bild über die Situation in der 4. und 5. Klasse machen können. Interesse und Engagement, das zeigte die Veranstaltung ganz deutlich, sind sicherlich vorhanden.
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