Drei Tage mit Barry

Drei Tage mit Barry

Oktober 2009: Weil es so erfolgreich verlief, wurde Barry Colyer auf Initiative von Schulamtsdirektorin Irma Amrehn und MB Rudi Schmitt im Oktober wieder eingeladen. Drei Veranstaltungen konnten in der Leonhard-Frank-Grundschule abgehalten werden:

    1. Training days I
    2. Training days II als Fortsetzung vom Januar
    3. Spezialtraining für Seminarlehrer, -rektoren und Fachleiter

    Models of performance

    Models of performance

    Schulartübergreifender Intensivkurs für Englischlehrkräfte mit Barry Colyer an der Leonard-Frank-Volksschule in Würzburg/Heuchelhof-Rottenbauer am 19.10.2009

    An der regionalen Lehrerfortbildung für das Fach Englisch nahmen 13 Lehrkräfte aus Grundschulen/Hauptschulen/Realschulen/Gymnasien und einer Förderschule teil. Zu Beginn der Veranstaltung werden die Teilnehmer und Barry Colyer, der bereits viele Jahre als Fortbildner für die Regierung von Unterfranken und die ALP Dillingen tätig ist, von SchADin Irma Amrehn vom Staatlichen Schulamt in Kitzingen, vom MB für die Gymnasien in Unterfranken Rudi Schmitt, vom Gastgeber Rektor Bernard Kiesel und dem MB-Mitarbeiter OStR Michael Hunger begrüßt.
     
    Barry Colyer, native speaker aus Broadstairs/Kent, schafft sofort eine lebendige Atmosphäre im Klassenzimmer. Intensives Sprach- und Methodentraining erwartet die Teilnehmer. Viele praktische Übungen versetzen die Lehrkräfte in die Rolle des Schülers. Nicht immer ist dies ein angenehmes Gefühl, denn bei spontanen Äußerungen und unter Stress ("productive stress") machen natürlich auch die Lehrer Fehler. Am Ende des Tages bringen alle Lehrkräfte wieder mehr Verständnis für die Schüler auf ("How does it feel to be a learner, to be on the other side?") und merken, wie wichtig die Wiederholung von bereits gelerntem Stoff ist.

    Idiomatische Ausdrücke ("classroom English") fordert Barry von den Teilnehmern immer wieder ein ("Finished?" "Yes, I have." "Ready?" "Yes, we are."). Barry wechselt häufig seine Position im Klassenzimmer ("Never sit behind the desk!"). Er mischt geschickt landeskundliche Themen ("no ID cards in the UK"), Ausspracheschulung und idiomatische Ausdrücke, so dass Langeweile nicht aufkommt.

    Sein Ziel ist es in praktischen Übungen Englisch zu vermitteln, welches jeder Lerner immer wieder benötigt, wie z. B. das Vorstellen der eigenen Person ("improving the giving and getting of personal information"). Barry legt viel Wert auf Genauigkeit sowohl bei der Aussprache ("backward chaining") als auch bei der Wahl der richtigen Präposition, der Zeiten etc. ("grammatical and functional accuracy"). Das Vereinfachen der Sprache, wie es insbesondere in den Lehrwerken im Anfangsunterricht üblich ist, lehnt er ab ("Do not simplify language! What do people really say?") Auch der Rollenwechsel kommt nicht zu kurz. Nach jeder praktischen Übung reflektieren die Lehrkräfte über die angewendeten Methoden und jeder Unterrichtsschritt wird systematisch erläutert, so dass alle Lehrkräfte zu den Übungen einen "lesson plan" mit nach Hause nehmen. Hierbei wird bei jeder Phase unterschieden, ob es sich um eine teacher-centred oder learner-centred activity handelt. Eine gute Unterrichtsstunde lebt vom Wechsel zwischen diesen "activities". Barry verrät Tricks, wie man alle Schüler in einer Unterrichtsstunde beschäftigt ("choral practice"). Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Arbeitsanweisungen insbesondere bei den learner-centred activites ("Don't take things for granted!").

    Ziel der Fortbildung war es, Lehrkräfte verschiedener Schularten im Rahmen einer fachlichen Fortbildung ins Gespräch zu bringen. Kontakte wurden geknüpft und ein reger Austausch untereinander fand statt. Alle Teilnehmer waren begeistert von dieser rundum gelungenen Fortbildungsveranstaltung und freuen sich schon auf den zweiten Teil, wenn es wieder heißt: "You as teachers can bring life into the classroom. Good teaching is where good learning happens."

    StRin Nicole Frohberg
    Gymnasium Veitshöchheim

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