Gymnasiasten helfen neuen Schülern beim Übergang
15.9.09
Herzlich Willkommen am MGG
Ehemalige Fünftklässler begrüßten Schulneulinge mit einem „Übertrittstheater“
Sw. Am ersten Schultag empfing die Klasse 6b des Matthias-Grünewald-Gymnasiums die „neuen Fünftklässler“ mit einem peppigen Übertrittstheater. Das siebenminütige Gesamtkunstwerk entstand im Unterricht des Deutschlehrers und Theaterprofis Friedrich Knorpp und der Kooperationslehrerin Martina Schwarz.
Das spannungsreiche Stück ähnelte dem diesjährigen Sommerferienwetter- strahlender Sonnenschein im Wechsel mit starken Regengüssen- Donnerwetter! Die Inszenierung löste bei den Zuschauern heftige bis stürmische Emotionen aus von Entzücken, Erstaunen, über Bauchkribbeln bis zu heiterem Vergnügen. Am Ende spannte sich - wie es für beschriebenes Wetter typisch ist - ein lachender, durchsichtiger Regenbogen über das kurze Spektakel und bildete einen würdigen Übergang von der Grundschule ins Gymnasium.
Das Stück erzählte die Geschichte einer Schülerin (Anna-Sophie), die einen passenden Übertritt an die weiterführende Schule suchte. Sie landete in einem „Rainbowshop“ - einem Fachgeschäft zur Gestaltung von Übergängen. Dort erhielt sie die Möglichkeit unterschiedliche Übergänge „virtuell“ zu testen. Schließlich fand sie ihren Übergang, den Einzigartigen.Spontan und ohne Vorwarnung plauderte die redegewandte Verkäuferin (Pauline) los: „Möchtest du auf die andere Straßenseite? Suchst du eine Unterführung? Vielleicht möchtest du einen Fluss überqueren? Den Main? Da gäbe es zum Beispiel noch den Kneippsteg, ein Auslaufmodell.“ „Von der Grundschule auf das Matthias-Grünewald-Gymnasium wolle sie“, teilte das Mädchen mit, welches gerade mit Schulranzen den Laden betreten hatte.
Dem Zeitgeist folgend tippte die moderne Verkäuferin mit der Regenbogenafrofrisur Marke Eigenkreation die beiden genannten Begriffe in ihren Laptop ein und startete die Suchmaschine. Sofort erschien ein Waldgeist im Monitor. Es war eine sympathische Sprecherin des „Grünen- Waldgymnasiums“(Kim). Sie informierte über die Bemühungen des Hauses den besagten Übergang vorschriftsgemäß (in Theatersprache: nach §3,1415/9 des bay. Erziehungs– und Einbildungsgesetzes) und kindgemäß (kreative Umsetzung: infantigilikilibisiert ) zu gestalten.
Was das konkret bedeute, hakte die Kundin nach. Die Regenbogenverkäuferin zoomte daraufhin die Internetseite auf Bühnengröße und klickte mit der Schülerin gemeinsam durchs Menü.Schülergruppen präsentierten nun verschiedene Übergänge, die sie sich im Unterricht in den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien ausgedacht und eisern bis zum letzten Schultag einstudiert hatten. Es entstand ein waghalsiger, filmreifer Sicherheitsübergang, ein Schülerstunt sozusagen, ein ähm musikalischer festivalähnlicher Hallelujaübergang, wo ein Schüler singend und tanzend sein Ziel erreichte. Eine Art Zeremonie war der königliche Übergang. Diener trugen dem Schulkind die Büchertasche, das Sportzeug, den Zeichenblock, etc. hinterher. Das Volk jubelte: „ Hoch lebe unsere Königin!“ Die Redaktion ergänzt: „ Und hoch lebe das Lachen, die gute Laune, der Frohsinn, die Heiterkeit, unsere Schulkinder!“ Am Ende fand die Hauptdarstellerin, unsere Schülerin, ihren Wunschübergang, testete diesen und war somit am Ziel.Zogen im ersten Teil der Aufführung Sprachoriginalität, einfache detailreiche Requisiten, Kostüme, Frisuren und Schminkmasken die Aufmerksamkeit auf sich, so bezauberten im zweiten Teil die charmante Choreographie, die Körpersprache und das pantomimische Geschick der Sechstklässler.
Alle dreißig Schüler verabschiedeten sich von der Bühne, dem Treppenaufgang, mit dem knorppschen Abschlussrap HERZLICH WILLKOMMEN AM MGG dessen Anfangsworte da lauteten:„ Du wartest sicherlich schon lang, jetzt ist er da, der Übergang!“
Suche
Aktuelles
Aktives Kleeblatt in Wiesentheid (LK Kitzingen)
Zum wiederholten Mal fand am 08.12.2011 im Rahmen des Projektes „Übergänge gestalten“ eine...
© 2008 Virtuelle Schule e.V.


