Zukunftsfähige Strukturen schaffen


Bilanz der Arbeitsgruppe:
Zukunftsfähige Strukturen für eine optimale Entwicklung unserer Jugend. Von RSchDin Irma Amrehn
1. Transitionen bewältigen – Schritt für Schritt vorankommen
2. Strukturen schaffen für gelingende Übergänge
2.1 Erklärtes Ziel für Unterfranken: Zukunftsfähige Strukturen schaffen
2.2 Übergang Kindergarten – Grundschule: beispielgebend für weitere Übergänge
2.3 Übergang Grundschule – weiterführende Schulen: miteinander und voneinander lernen
2.4 Übergang Hauptschule – Berufsschule: Auftakt für professionelle Zusammenarbeit
2.5 Übergang Hauptschule – Förderschule: gemeinsam geht’s besser!
3. Flankierende Maßnahmen auf regionaler Ebene
3.1 Jugendsozialarbeit an Schulen
3.2 Schulentwicklung im Netzwerk Unterfranken
3.3 Unterstützungssystem für Schulen: Liste der Multiplikatoren und Moderatoren
3.4 Homepage der Regierung von Unterfranken (RUF)
4. Transitionen gestalten als kontinuierliche Herausforderung
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Transitionen bewältigen - Schritt für Schritt vorankommen

1. Transitionen bewältigen – Schritt für Schritt vorankommen
Der Weg eines Kindes in das Leben in unsere Gesellschaft ist gekennzeichnet durch zahlreiche Veränderungen und Herausforderungen, denen es in der Regel in Begleitung von Eltern, Familienmitgliedern, verschiedenen Bezugspersonen und professionellen Erziehern begegnet und mit deren Unterstützung es neue Aufgaben bearbeiten kann. Jedoch gilt es ebenso, viele Schritte selbstständig zu gehen und aus eigener Kraft voranzukommen.
Der Übergang von einer dem Kind bzw. dem Jugendlichen vertrauten Umwelt, von einer Bildungseinrichtung in eine folgende, spielt eine herausragende Rolle bei der Bewältigung von neuen Lebenssituationen. Dazu gehört der Wechsel von dem gewohnten Tagesablauf in der Familie in die Kindertagesstätte genauso wie der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Des Weiteren spielt der Übertritt in eine weiterführende Schule eine wesentliche Rolle für den Verlauf des Bildungs-weges. Im optimalen Fall folgen die Übergänge in Ausbildung, Berufsschule, Fachhochschule oder Universität. Von einschneidender Bedeutung ist der Wechsel in eine andere Schulart vor dem beabsichtigten Schulabschluss oder die Erfahrung, keinen Ausbildungsplatz zu finden.
Damit die Schnittstellen zwischen den einzelnen schulischen Stationen geschlossen und durch die enge Verzahnung der Bildungseinrichtungen ein gelingender Übergang gewährleistet werden kann, ist es unabdingbare Aufgabe von allen an Erziehung Beteiligten, nämlich von Eltern, Erzieherinnen, Lehrkräften und Ausbildungsleitern, die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg zu begleiten, sie zu fördern und ihren Fähigkeiten entsprechend auch zu fordern. Wenn sie sich unterstützt fühlen und wissen, dass sie bei Problemen nicht alleine gelassen werden, können sie gestärkt und motiviert die neuen Herausforderungen annehmen und schließlich an ihnen wachsen.
Zukunftsfähige Strukturen schaffen
2. Strukturen schaffen für gelingende Übergänge
2.1 Erklärtes Ziel für Unterfranken: Zukunftsfähige Strukturen schaffen
Zur Umsetzung einer Leitlinie der Regierung von Unterfranken, zukunftsfähige Strukturen zur optimalen Förderung unserer Jugend zu schaffen, hat sich die dafür zuständige Arbeitsgruppe unter der Leitung von Irma Amrehn, RSchDin, im Dezember 2003 für diese Querschnittaufgabe entsprechende Ziele gesetzt:
➢ abteilungsübergreifend zusammenarbeiten
➢ Synergieeffekte nutzen
➢ Öffentlichkeit informieren
➢ externe Fachkompetenz einbeziehen
➢ Impulse für die Zukunft geben
➢ Schnittstellen verzahnen
➢ Eltern zur Mitarbeit motivieren und ihre Mitverantwortung bewusst machen
➢ konkrete Lösungsmöglichkeiten aufzeigen
➢ Ergebnisse zusammenführen und reflektieren
Als konkrete Handlungsfelder kristallisierten sich vor allem die Schnittstellen beim Übergang von einer Bildungseinrichtung in die andere heraus. Die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in der Regierung von Unterfranken bildete die Basis für besondere Projekte; externe Verantwortliche wurden sukzessive eingebunden.
Auf vielen Ebenen wurden Strukturen zur Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule entwickelt. Seit Oktober 2006 bearbeitet die Arbeitsgruppe ebenso den Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen.
Die Schnittstellenproblematik setzt sich fort bei dem Wechsel der Schülerinnen und Schüler von der Hauptschule in die Arbeitswelt, ein Schritt, der vielfältige Verände-rungen für die Jugendlichen mit sich bringt. Gerade deshalb ist es bei diesem Übergang notwendig, dass Lehrkräfte und Verantwortliche der betreffenden Bildungseinrichtungen frühzeitig zusammenarbeiten.
Darüber hinaus ist die Kooperation von Hauptschule und Förderschule ein besonders sensibler Bereich, der von den Verantwortlichen gemeinsam angegangen werden muss.
Der Universalgelehrte Johann Amos Comenius, der bereits im 16. Jahrhundert u. a. ein lebenslanges Lernen zur Bewältigung der sich ständig ändernden Lebensbedingungen forderte, verwies vorausschauend auf die immense Bedeutung grundlegender Fähig-keiten und meinte: „Überall bereitet das Vorhergehende den Boden und legt den Grund für das Folgende…Daher ist klar: Wenn die Grundmauern gut gelegt sind, kann das darauf errichtete Gebäude sicher und fest stehen.“
Übergang Kindergarten-Grundschule
2.2 Übergang Kindergarten – Grundschule: beispielgebend für weitere Übergänge
Gemeinsam mit der im November 2004 gegründeten regionalen Steuergruppe zur Koordination der Arbeit im Regierungsbezirk wurde die Fachtagung am 16.11.2005 in der Volksschule Würzburg – Heuchelhof (Grundschule) geplant und durchgeführt. Die immense Anzahl von Anmeldungen (ca. 800 Personen) spiegelte das große Interesse von Erzieherinnen und Lehrkräften an der Übergangs-gestaltung und an der Vertiefung der Kooperation wider. Mit 450 Beteiligten war die Kapazität der Veranstaltung ausgelastet. Vom Markt der Mög-lichkeiten mit den zahlreichen Beispielen des Brückenbauens zwischen den Einrichtungen sowie von fachlich orientierten Workshops gingen zahlreiche Impulse zur Intensivierung und Professionalisierung der Kooperation zwi-schen Kindergarten und Grundschule aus.
Durch das Pilotprojekt „Interne Evaluation“ wurden im Frühjahr 2007 der Ist-Stand der Kooperationsarbeit exemplarisch in allen Landkreisen und kreisfreien Städten festgestellt, ein Fragebogen als Evaluationsinstrument erprobt sowie eine Dokumentation erstellt. Im Mai/Juni 2008 fand eine Wiederholungsmessung statt, deren Aus-wertung wie im Vorjahr durch Dr. Klaus Wild vom Religionspäda-gogischen Zentrum in Heilsbronn erfolgte.
Darüber hinaus werden gemeinsame Fortbildungen von StMAS und KM unter dem Motto „Übergang als Chance“ in allen Regierungsbezirken von Erzieherinnen und Lehrkräften sehr gut angenommen.
Die neuen Beobachtungsbögen (Perik und Seldak) sowie das mathematische Frühförderprogramm MZZ „Mengen zählen Zahlen “ wurden in einer Auftakt-veranstaltung an der Regierung von Unterfranken am 20. Februar 2008 vorgestellt. Entwickelt wurde das Programm zur Förderung der mathematischen Fähigkeiten von Frau Dr. Kristin Krajewski und Frau Dr. Gerhild Nieding am Lehrstuhl für Psychologie IV der Universität Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Schneider. In 12 Veran-staltungen wurden den Erzieherinnen und auch Grundschullehrerinnen die neuen Vorhaben in allen Landkreisen und kreisfreien Städten vermittelt.
Beobachtungsbögen zur Einschulung sowie die Organisation der Sprachberater-ausbildung sind weitere Schwerpunkte der Arbeit von Frau Reinhildis Wolters-Erauw, Sachgebiet 13.
Übergang Grundschule- weiterführende Schulen
2.3 Übergang Grundschule – weiterführende Schulen:
miteinander und voneinander lernen
Schülern, Eltern und Lehrkräften brennt ein weiterer Übergang in der schulischen Laufbahn unter den Nägeln, nämlich der Übertritt von der Grundschule in eine weiterführende Schule. Er bringt neben dem örtlichen Wechsel in vielerlei Hinsicht Veränderungen für die Kinder mit sich und bedarf der besonderen Beachtung.
Die seit Herbst 2006 eingesetzte regionale Steuergruppe, paritätisch besetzt mit Lehrkräften aus der Grund- und Hauptschule, aus der Realschule und dem Gymnasium, informierte sich umfassend, zeigte Problemfelder auf und sammelte Beispiele gelungener Kooperationen.
In der Folge plante sie eine erste Fachtagung am 12. Juni 2008 an der Konrad-von-Querfurt-Hauptschule in Karlstadt für die Region II (Würzburg Stadt-Land, Main-Spessart und Kitzingen).
Etwa 280 Teilnehmer aus allen Schularten informierten sich anhand von erfolgreichen Projekten über praktische Möglichkeiten der Zusammenarbeit und legten schließlich in lokalen Arbeitsgruppen Schwerpunkte für das weitere Vorgehen fest.
Beispielgebend sind hier die im Fremdsprachenbereich arbeitenden Kleeblätter „Englisch“, die ihre Kooperation in konzentrischen Kreisen auf immer mehr Schulen in ihrem Umfeld ausweiten.
In der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen wird für die regionale Steuergruppe Unterfranken eigens ein Lehrgang angeboten werden
(10.-12.12.2008). In die Vorbereitung ist Frau Amrehn eng durch Frau Hiebl, IRin, eingebunden. Ziel der Fortbildung ist u. a. die Erstellung einer Handreichung für alle Lehrkräfte der 4. und 5. Jahrgangsstufe zur Übergangsgestaltung.
Der Einsatz von Grundschullehrkräften an allen unterfränkischen Gymnasien und Realschulen bietet eine gute Möglichkeit, die Kinder bei diesem wichtigen Übertritt zu begleiten. Durch Team-teaching und gemeinsame Beratungsstunden können die verschiedenen Schularten miteinander und voneinander lernen. Die Lehrkräfte werden von der Schulabteilung der Regierung von Unterfranken sowie von den Ministerialbeauftragten für Gymnasium und Realschulen in die neue Aufgabe eingeführt und kontinuierlich begleitet.
Als Informationsplattform sowie zum Erfahrungs- und Materialaustausch bietet die „Virtuelle Grundschule“ eine gute Möglichkeit. Kooperationsprojekte zwischen
Grundschule und Gymnasium sind der Anfang der „virtuellen“ Kooperation.
Am 16. Juli 2008 gab Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer den Startschuss in der Volksschule Grafenrheinfeld (Grundschule) zur Nutzung dieses modernen Mediums.
Näheres unter: www.virtuellegrundschule.de
Übergang Hauptschule - Berufsschule
2.4 Übergang Hauptschule – Berufsschule: Auftakt für professionelle Zusammenarbeit
Arbeitskreise Schule – Wirtschaft, die Zusammenarbeit der einzelnen Schulen mit Betrieben in ihrer Umgebung und zahlreiche Veranstaltungen der Agentur für Arbeit unterstützen Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
Damit auch die beiden Schularten Hauptschule und Berufsschule Hand in Hand arbeiten, wurde im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 27. April 2007 in der Staatlichen Berufsschule in Bad Kissingen der Grundstein für eine systematische Übergangsgestaltung gelegt.
Ziel der Veranstaltung war es, einen regelmäßigen Austausch zwischen den Lehrkräften der Hauptschule und Berufsschule in jedem Schulamtsbezirk zu initiieren bzw. zu erweitern und zu vertiefen. Kenntnis der Lehrpläne und der weiterführenden Fächer an der Berufsschule, Anforderungsprofile für verschiedene Berufe oder das Benennen direkter Ansprechpartner an den Schulen waren konkrete Vorschläge zur kurz- und mittelfristigen Umsetzung. Schul- oder Klassen-patenschaften sowie gemeinsame Aktionen wurden ebenso angesprochen wie die Kontaktpflege zur Arbeitsagentur, zu Betrieben und zu den Kammern.
Wenn die jungen Menschen erfahren, dass sie auf ihrem Weg ins Leben vorbereitet und begleitet werden, dann erleben sie Veränderung als Chance und können in ihrer Persönlichkeit reifen.
Um dabei erfolgreich sein zu können, reicht es nicht aus, sich ausschließlich auf den
Schulabschluss vorzubereiten. Erst eine Anschlussorientierung, die rechtzeitig in der Schullaufbahn einsetzen muss, stellt einen gelingenden Übergang in Aussicht.
Die im Mai 2007 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gestartete Hauptschul-initiative wurde zeitnah in Unterfranken fortgeführt. Im Juni/Juli 2007 fanden in den Regionen I, II und III jeweils Fachtagungen statt, um Ziele und Inhalte der Hauptschulinitiative zu multiplizieren. Weitere Veranstaltungen folgen im Oktober/November 2008 zur Begleitung und zur Sicherung der Nachhaltigkeit gestarteter Projekte.
Zusätzlich haben verschiedene Hauptschulen bereits im Verbund gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt, wobei sie sich und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit präsentierten. Sie fanden große Unterstützung durch den Regierungspräsidenten.
Projekt „Qualifizierung zur Ausbildung im Einzelhandel“ (QAE)
Das Projekt zielte darauf ab, besonders benachteiligte Jugendliche bis 25 Jahre zur Ausbildung im Einzelhandel zu qualifizieren. In einem „Lehrmarkt“ (Betreiben eines seniorengerechten Lebensmittelmarktes) sollten den Jugendlichen die theoretischen Grundlagen und die praktischen Erfahrungen auf dem Gebiet des Einzelhandels nähergebracht werden, um ihnen die Möglichkeiten einer späteren erufsausbildung oder zumindest eines Arbeitsverhältnisses für diese Gruppe von Jugendlichen eröffnen zu können.
Mit der beantragen Maßnahme war beabsichtigt, dass jährlich 24 Jugendliche aus-gebildet werden. Die Projektdauer war für 24 Monate vorgesehen und sollte am 28.02.2008 seinen Abschluss finden. Träger des Projektes war das Arbeitsförderungszentrum e. V. (afz). Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.
Projekt „ComPass“
Ziel dieses Projektes war die Entwicklung und Implementierung eines Leitsystems in Form eines Ordners inkl. Arbeitsblätter, Leitfaden und Bewerberprofil als zentrales Instrument der Berufsorientierung. Zusätzlich sollte ein lokales Netzwerk zwischen Schule und Betrieben aufgebaut werden (Projekttage, Entwicklung von Patenschaften zwischen Schule und Betrieben etc.)
Kooperationspartner des Projektes sind die Schulen (Schulämter Bad Kissingen und Haßberge, 9 Hauptschulen als Partnerschulen sowie 60 Schulen, die durch das Instrument „Das Bewerbungsprofi(l)“ erreicht werden) sowie die lokale Wirtschaft (Wirtschaftsjunioren, Kreishandwerkerschaft, IHK, HWK, Agentur für Arbeit).
Mittlerweile wurde die 2. Auflage (2.700 Exemplare) des Ordners „Bewerbungsprofi(l)“ vertrieben. Das Angebot soll dabei für ganz Bayern geöffnet werden. Träger des Projektes ist die HWK Service GmbH. Gefördert wurde die Maßnahme aus dem Arbeitsmarktfonds (Förderung von Personal- und Sachkosten). Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.
Übergang Hauptschule - Förderschule
2.5 Übergang Hauptschule – Förderschule: gemeinsam geht’s besser!
Die Zusammenarbeit zwischen Hauptschule und Förderschule liegt in der Verant-wortlichkeit der Kooperationsschulräte. Zur Intensivierung der Verzahnung beider Schularten im Rahmen der Hauptschulinitiative führte das Staatsministerium für Un-terricht und Kultus regionale Fortbildungsveranstaltungen für Schulaufsichtsbeamte durch.
Die gemeinsame Veranstaltung für die Regierungs-bezirke Unterfranken und Oberfranken fand am 9. Januar 2008 an der Albrecht-Dürer-Volksschule Haßfurt statt.
Erfahrungen und Konzeptionen der Zusammenarbeit wurden vorgestellt
und in einer Hospitation vor Ort direkt erlebt, weitere Schwerpunkte der Zusammenarbeit festgelegt. Im Juni 2008 fand bereits eine Nachfolgeveranstaltung in Hammelburg statt.
Flankierende Maßnahmen auf regionaler Ebene
3. Flankierende Maßnahmen auf regionaler Ebene
3.1 Jugendsozialarbeit an Schulen
Als Leistungsbereich der Jugendhilfe bietet Jugendsozialarbeit vorrangig Hilfs- und Unterstützungsangebote. Insgesamt wird es ab dem Schuljahr 2008/09 an 46 Schulen in Unterfranken (VS, FöS, BS) 30,44 Stellen für Jugendsozialarbeit an Schulen geben. 22 Neueinrichtungen bzw. Stellenaufstockungen laufen ab September 2008 an.
Die Maßnahme wird von den Schulen sehr begrüßt. Zur Unterstützung und Begleitung der Sozialpädagogen und der Lehrkräfte werden jährlich mindestens zwei Fortbil-dungen vom sogenannten Coaching-Tandem abgehalten. Formen der Zusammen-arbeit werden vorgestellt, offene Fragen beantwortet und neue Ideen entwickelt. Diese Fortbildungen werden durch Herrn Kiesel (Sachbebiet 13) und Frau Amrehn (Sach-gebiet 40.1) unterstützt; Berichte der Coachingarbeit gehen regelmäßig ein.
3.2 Schulentwicklung im Netzwerk Unterfranken
Eine hilfreiche und geeignete Basis für die Begleitung von Schulen in ihrem Schulent-wicklungsprozess stellt das inzwischen eng geflochtene „Netzwerk Unterfranken“ dar. Vertreten durch die Schulaufsicht und eng geknüpft durch die Schulentwicklungskoordinatoren der einzelnen Schularten bietet es eine Fülle von möglichen Prozess-begleitungen ebenso wie die an bestimmten Punkten notwendigen inhaltlichen Schwerpunktthemen für die Phasen der Schulentwicklung einer Einzelschule an.
Seit der Gründung der Schulentwicklungsberatungsgruppe (SEB) im Jahr 2000 bringen Lehrkräfte und Verantwortliche in der Ausbildung sowie die Schulaufsicht verschiedene Kompetenzen und ihre Erfahrungen aus der eigenen Praxis ein. So multiplizieren sie die Anregungen zur Schulentwicklung im jeweiligen Tätigkeitsbereich. Diese SEB-Gruppe ist zuständig für die Volks- und Förderschulen im Regierungsbezirk Unterfranken
Auch die anderen Schularten bildeten je eine Koordinationsgruppe, um den Bedürfnissen der Schulen entsprechend Fortbildungen anbieten zu können.
Bezeichnend für Unterfranken sind die intensive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Schularten vor allem auf dem Gebiet der Schulentwicklung und die kontinuierliche Begleitung der aktiven Schulentwicklungsmoderatoren durch regelmäßig stattfindende Moderatorentage.
Weitere Informationen unter www.seb-ufr.de
http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/unsere_aufgaben/5/2/17462/index.html
3.3 Unterstützungssystem für Schulen: Liste der Multiplikatoren und Moderatoren
Für die regionale, lokale und schulhausinterne Fortbildung und zur Unterstützung und Begleitung von Schulen in ihrer Schulentwicklung gibt es inzwischen eine Reihe von ausgebildeten Moderatoren und sogenannten Multiplikatoren. Sie arbeiten schulartübergreifend bei allgemeinen Themenstellungen und schulstufenspezifische bei fachlich-inhaltlichen Fragen.
Den Staatlichen Schulämtern als Kompetenz- und Qualitätszentren für die Schul-entwicklung dient ein entsprechender Ordner mit allen Adressen der oben genannten Unterstützer als Grundlage, um den Schulen bedarfsgerechte Angebote zukommen zu lassen.
3.4 Homepage der RUF
Aktuelle Themen werden stets auf die Homepage der Regierung von Unterfranken gestellt und können so jederzeit für die eigene Arbeit Verwendung finden.
http://www.regierung.unterfranken.bayern.de
Transitionen gestalten als kontinuierliche Herausforderung
4. Transitionen gestalten als kontinuierliche Herausforderung
Verbunden mit dem Auftrag, zukunftsfähige Strukturen für eine optimale Entwicklung und Förderung der Kinder und Jugendlichen zu schaffen ist der Mut, neue Wege zu gehen – zusammen mit den an der Bildung und Erziehung Beteiligten und vor allem mit den Kindern!
Die Arbeitsgruppe der Regierung von Unterfranken wird weiterhin gemeinsam Brücken bauen ganz im Sinne des Pädagogen Hartmut von Hentig, der die Ziele mit seiner Aufforderung klar benennt, nämlich „die Sachen zu klären und die Menschen zu stärken.“
Würzburg, 12.08.2008
Irma Amrehn
Regierungsschuldirektorin

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