Frankenlandschulheim Gaibach
Kurzbericht zur Veranstaltung „Übergänge gestalten“
am 22.10.2008 am Frankenlandschulheim Schloss Gaibach Realschule+Gymnasium
Zur Veranstaltung „Übergänge gestalten“ am 22.10.2008 hatte der Schulleiter des Frankenlandschul-heimes Schloss Gaibach des Zweckverbands Bayerische Landschulheime, OStD Berneker, die umliegenden Schulen zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Anwesend waren neben dem Veranstalter, dessen Stellvertreter StD Kirch und dem Rektor der Realschule, RSR Bogár, ca. 30 Teilnehmer (v.a. Grundschullehrkräfte 3./4. Klasse, Hauptschullehrkräfte 5./6.Klasse, sowie einzelne Rektoren/Stellvertreter, Lehrkräfte der Realschule und des Gymnasiums).
Bei der Aussprache kristallisierten sich folgende Themenbereiche heraus:
• Es kam zur Sprache, dass die Anrede von Erwachsenen mit „Sie“ eigentlich für Schüler der 5.Jgst. kein Problem darstellen sollte und an Gymnasium und Realschule üblich ist.
• Erwartet wird aus verschiedenen Gründen natürlich auch, dass Schüler nicht beliebig nach Lust und Laune im Unterricht/Klassenzimmer umherlaufen und das Sitzenbleiben/Sich-Melden zu den Grundvoraussetzungen gehören, die nicht erst an der weiterführenden Schule erworben werden sollten.
• Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit bei ausreichender Begabung durch Konzentrations-probleme fallen an den weiterführenden Schulen aufgrund der größeren Stoffprogression oft stärker ins Gewicht.
• Der Leistungsbereitschaft und Belastungsfähigkeit der Schüler kommt an der weiterführenden Schule offenbar eine größere Rolle zu als an der Grundschule, wo zum einen eine andere Leistungsumgebung vorliegt und zum anderen pädagogisch motivierte Bewertungsmaßstäbe eher umgesetzt werden.
• Beobachtete Probleme lassen oft eine Überforderung der Eltern erkennen, die den erzieherischen Aufgaben nicht gewachsen sind. Vorhandene Defizite setzen sich im Schulbereich fort.
• Große Klassen (auch) an den weiterführenden Schulen machen es nicht möglich, die Schüler in dem Maße individuell zu fördern wie es gerade bei Übergangsschwierigkeiten wünschenswert wäre.
• Schlechte Leistungen vor allem in Deutsch und Mathematik erweisen sich als die wesentlichen Problembereiche beim Start in der weiterführenden Schule.
• Ein Vergleich der Lehrpläne in 3/4 sowie in den Eingangsjahrgangsstufen von Realschule und Gymnasium erscheint für die betroffenen Lehrkräfte unabdingbar. So können „Überraschungen“ verringert werden.
• Das jetzige Übertrittsverfahren belastet Schüler, Eltern und Lehrer. Der Begriff „ Grundschulabitur“ für die Übertrittsberechtigung spiegelt die Einschätzung vor allem betroffener Familien wider.
• Übergangsprobleme ergeben sich auch aus der Notengebung in der Grundschule z. B. im Fach Deutsch. Die Aufteilung in 5 Bereiche, die separat bewertet und dann gewichtet verrechnet werden, führt zu einer verzerrten Abbildung der Gesamtleistung, die an den weiterführenden Schulen nicht praktiziert wird. Eine 3 in der Grundschule kann oft an Realschule/Gymnasium nicht bestehen, da hier andere Bereiche wichtig sind.
• In Bezug auf das Fach Englisch wurde festgestellt, dass seit der flächendeckenden Einführung der Fremdsprache in der Grundschule und trotz des geänderten Grundschullehrplans in diesem Fach keine zuverlässige signifikante Verbesserung des Leistungsniveaus am Gymnasium beobachtet wurde. Als mögliche Ursache hierfür wurden u.a. die weitgehende Verdrängung des Schriftlichen im Grundschulenglischunterricht vermutet.
• Positiv wurde von Seiten der Gymnasial- und Realschullehrkräfte hervorgehoben, dass viele Schüler bereits an Partner-/Gruppenarbeit gewöhnt sind.
• Die in der Grundschule verbreitete Wochenplanarbeit wurde als nicht günstig eingeschätzt. Im Hinblick auf Rahmenbedingungen an den weiterführenden Schulen, z.B. das Fachlehrerprinzip, ist eine Vorbereitung nach Stundenplan der Normalfall.
• Vorgeschlagen wurde der Austausch von Materialien zwischen Grundschullehrkräften und Gymnasial/Realschullehrkräften.
Abschließend wurde angeregt, evtl. im Frühjahr 2009 ein weiteres Treffen auf dieser Ebene durchzuführen.
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12.12.2008 Ilse Grübl, Lin
Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen
„Übergänge gestalten“: Hedwig-Schule – Siedlungsschule - Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen (AKG)
1. Gegenseitige Hospitationen: Sommer 08 AKG-Lehrer an der Hedwig-Schule (D, E, M), Herbst 08 GS-Lehrer (Hedwig-Schule und Siedlungsschule) am AKG (D, E,M) mit Nachbesprechung der Stunden
Geplant sind Besuche im Frühjahr und im Sommer 09.
2. Sichtung von Lehrwerken der GS.
3. Sammlung von Prüfungsaufgaben/ Schulaufgaben der 4. Klasse in D, E und M.
4. Die Theatergruppe der Hedwig-Schule war im Sommer 07 und 08 am AKG zu Besuch und wird auch im Sommer 09 zu einer kleinen Aufführung kommen.
5. Einladung an Grundschüler zur Theateraufführung der Unterstufengruppe im Sommer 09.
6. Vorstellung der Bläserklasse des AKG in der GS.
7. Zwei GS-Lehrerinnen (eine abgeordnete Kraft und eine volle Aushilfskraft) unterrichten D, M und Ku in den 5. Klassen. -
Intensivierungsstunden in D und M
Unterricht in D und M in jeweils zwei Klassen und in einer Klasse auch Kunst.
8. Betreuung der Tutoren, die in der Mittagspause die Kinder betreuen.
9. Beratungsstunde – wird inzwischen gut angenommen.
10. Die Kitzinger Schulleiter/innen der verschiedenen Schularten treffen sich mehrmals im Jahr zu einem Austausch.
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Weiterführung der Fachtagung (Karlstadt 12.6.08) im LK Kitzingen
Übergänge gestalten. Kooperation Grundschule – weiterführende Schulen
Folgeveranstaltungen in Münsterschwarzach am 23. 09. 2008 und 17. 02. 2009
Während eines regional orientierten Workshops anlässlich der Fachtagung „Übergänge gestalten. Kooperation Grundschule – weiterführende Schulen“ am 12. 6. 2008 in Karlstadt besprachen die Kollegen konkrete Umsetzungen für das gemeinsame Anliegen, den Grundschulkindern einen optimiert geeigneten Übertritt an eine weiterführende Schule zu ermöglichen. In der Gesprächsrunde wurden sie, wie gewünscht, initiativ und vereinbarten eine erste Folgeveranstaltung in Münsterschwarzach mit Vertretern umliegender Schulen.
Dazu lud die dortige Schulleitung auf den schon vereinbarten Termin, Dienstag, den 23.9.2009, 16.30 Uhr (Multimediaraum) ein und freute sich sehr auf das Kommen der Kollegen aus Grundschule, Realschule, Hauptschule und Gymnasium. Wie angeregt waren Wochenplanarbeit, ganzheitliche Erziehungsziele(Montessori) und das Fach Deutsch mit seinen Anforderungen erste Themen. Ziel war es einen gemeinsamen Schritt zur Überwindung der doch noch bestehenden Hürden zu tun, worüber sich OStD Robert Scheller, Schulleiter des Egbert-Gymnasiums, und Dr. Herbert Müller, Innere Schulentwicklung, freuten. Dazu eingeladen waren zudem Vertreterinnen des dortigen Tagesheims bzw. der Ganztagsbetreuung, die Einblick in die Freizeitangebote und die Arbeit der Schülerinnen und Schüler an den Hausaufgaben geben konnten.
Die sehr informativen Ausführungen von Rektor Lothar Hohnheiser (GS Schwarzacher Becken) zur Wochenplanarbeit, den ganzheitlichen Erziehungsziele (Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun“) und die Überblicksgespräche zum Fach Deutsch gaben allen so wichtige Anregungen, dass sie einen Termin für eine Folgebesprechung festlegten, den 17. 2. 2009. Thema wird auf Anregung der Grundschulkollegen hin sein das Aufnahmeverfahren, konkretisiert an der schriftlichen Praxis 2008 mit Schülerbeispielen. Auch über den dritten Tag, den Probeunterricht im ganz engen Sinne, wird gesprochen, wobei die mündliche Mitarbeit im Mittelpunkt steht - die Realschulkollegen haben dazu schriftliche Vorgaben, anders als die Kollegen am Gymnasium.
Inzwischen haben die politischen Entwicklungen zusätzlich „Hausaufgaben“ in der Absprache gegeben. Die Kollegen denken an eventuelle weiter gehende Spezifizierungen zu den Begriffen Übertritt, Elternwille, Gelenkklasse, Individualisierung, wie die aktuelle Politik sie vorgeben könnte. Dass die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus sowie die differenzierte und individualisierte erziehende Bildung der Schule, soweit möglich in Abstimmung, verstärkt werden soll, ist freilich schon common sense.
Zur 2. Veranstaltung am 17.2.2009 hier
Verteiler bzw. Teilnehmer:
Irene Hünnerkopf, Carolin Laubender, Nikolaus-Fey-VS Wiesentheid; Renate Prinz, Steigerwald-Landschulheim Gymnasium Wiesentheid; Silvia Scheller-Röthlein, Rudolf-von-Scherenberg-VS Dettelbach; Gudrun Drechsler, GS Sommerach; Marianne Hack, Staatl. Realschule Dettelbach; Marion Behr, Drei-Franken-VS Burghaslach/Geiselwind; Sr. Inge, Mädchenrealschule der Franziskanerinnen Volkach; Lothar Hohnheiser, GS Schwarzacher Becken; Doris Müller, VS Bergtheim; Herbert Römmelt, VS Volkach, Klaus Kram, VS Marktbreit, Peter Olschina, Egbert-Gymnasium, Kathrin Riehle, VS Kleinlangheim, Silke Bühler/Barbara Schielke, Tagesheim/Ganztagsbetreuung, OStD Robert Scheller und Dr. Herbert Müller, Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach
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