Das unterfränkische Konzept

Regionaler Schulentwicklungstag 2008 als Konzeptteil: Download der Doku hier

entstanden in Zusammenarbeit von:

Regierung von Unterfranken (Schulen) - Der MB für die Gymnasien - Der MB für die Realschulen

Der Weg eines Kindes in das Leben in unsere Gesellschaft ist gekennzeichnet durch zahlreiche Veränderungen und Herausforderungen, denen es in der Regel in Begleitung von Eltern, Familienmitgliedern, verschiedenen Bezugspersonen und professionellen Erziehern begegnet und mit deren Unterstützung es neue Aufgaben erfolgreich lösen kann. Viele Schritte muss es auch selbstständig gehen und dabei aus eigener Kraft vorankommen.

Der Übergang von einer dem Kind vertrauten Umwelt, von einer Bildungseinrichtung in eine folgende, spielt eine herausragende Rolle bei der Bewältigung von neuen Lebenssituationen. Dazu gehört der Wechsel von dem gewohnten Tagesablauf in der Familie in die Kindertagesstätte genauso wie der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Der Übertritt in eine weiterführende Schule nach der Grundschule spielt eine wesentliche Rolle für den Verlauf des Bildungsweges. Die positiven Erfahrungen bei der erfolgreichen Bewältigung eines Übergangs stärken das Kind für weitere Transitionen in seiner Schullaufbahn.

Die Erfahrung aus der Arbeit der letzten sechs Jahre im Regierungsbezirk Unterfranken hat gezeigt, dass die Kooperation zwischen der abgebenden Grundschule und der aufnehmenden Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums dann gelingt, wenn die Betroffenen  zu Beteiligten werden, wenn die Zusammenarbeit von den Personen initiiert und getragen wird, die es unmittelbar betrifft. Die Vorgehensweise bei der Gestaltung eines reibungslosen Übergangs von der Basis aus, von unten nach oben, nimmt Schüler, Eltern, Lehrkräfte Schulleitungen und Verantwortliche in der Schulaufsicht gleichermaßen mit ins Boot.

Darüber hinaus wirkt die konkrete, praktische Arbeit vor Ort motivierend und kann wie in konzentrischen Kreisen weitere Schulen zur engagierten und bewussten Gestaltung dieser Schnittstelle anregen. Die so entstehenden lokalen Strukturen werden in die regionalen aufgenommen und erlauben in der Folge den Blick über den Zaun des eigenen Wirkungsbereichs. Sie ermöglichen das Lernen an Best- Practice- Beispielen; Synergieeffekte können genutzt werden. Voraussetzung dafür ist allerdings der konsequente Aufbau von Netzwerken in den einzelnen Schulamtsbezirken. Schließlich befinden sich vor Ort die „Keimzellen“ der Kooperation zwischen den Bildungseinrichtungen: die Grund-, Haupt- und Realschulen sowie die Gymnasien.

Das vom Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer erklärte Ziel, Strukturen in Unterfranken zu schaffen für eine optimale Förderung der Kinder und Jugendlichen, ist für alle Schulen in Unterfranken und für alle an Erziehung und Bildung Beteiligte eine permanente Aufgabe.
Es gilt, weiterhin gemeinsam Brücken zu bauen ganz im Sinne des Pädagogen Hartmut von Hentig, der die Ziele mit seiner Aufforderung klar benennt, nämlich „die Sachen zu klären und die Menschen zu stärken.“ 

Irma Amrehn, Schulamtsdirektorin

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