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Pressemitteilung Nr. 189 vom 23. September 2009
Pressemitteilung Nr. 189 vom 23. September 2009
„Jedem Kind seinen individuellen Weg“ Kultusminister Spaenle will Grundschule noch stärker auf die Entwicklung des Kindes hin ausrichten - Einschulungsstichtag künftig 30. September
MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle will den „ersten schulischen Lebensbogen“ und damit vor allem die Grundschule noch stärker als bisher auf die Entwicklung des einzelnen Kindes hin abstimmen. „Vom Kindergarten bis zum Weg auf die weiterführende Schule – also sechs Jahre lang - müssen wir unsere Kinder noch stärker als bisher entwicklungsgerecht fördern. Dabei darf nur das einzelne Kind und seine individuelle Entwicklung im Mittelpunkt stehen“, so der Minister.
Das Prinzip „Für alle Kinder sechs Jahre lang das Gleiche“ sei der falsche Weg. Stattdessen gilt für Minister Spaenle der Grundsatz: „Jedem Kind seinen Weg.“ Denn, so begründet der Minister: „Was für Christian oder Franziska gut ist, muss für die gleichaltrigen Lisa und Kilian noch lange nicht gleichermaßen förderlich sein.“
Auf diesem sechsjährigen pädagogischen Weg hat die Grundschule als einzige verpflichtende Bildungseinrichtung für alle Kinder eine Schlüsselrolle. „Gemeinsam mit der Stiftung Bildungspakt Bayern werden wir in einem Modellversuch die optimale Gestaltung dieser zukünftigen Eingangsstufe erproben“, betonte Minister Spaenle. Die Stiftung Bildungspakt Bayern bietet hierfür als erfahrener Partner ideale Voraussetzungen.
Die Übergangsphase vom Kindergarten zur Grundschule werde enger verzahnt.
In der Eingangstufe der Grundschule, also den bisherigen Jahrgangsstufen 1 und 2, sollen die Kinder entsprechend ihrer eigenen Entwicklung ein, zwei oder drei Jahre unterrichtet werden. „Dadurch können wir sicherstellen, dass das jeweilige Kind die Grundfertigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens sicher beherrscht“, unterstrich Minister Spaenle.
In Bayern vollzieht sich der Übertritt für die Kinder der Grundschule künftig als begleitete Übertrittsphase von der Jahrgangsstufe 3 bis zur Jahrgangsstufe 5. Zentrale Elemente der Regelung sind dabei:
- eine intensivierte Beratung der Eltern ab der 3. Jahrgangsstufe
- eine Übertrittsempfehlung für alle Kinder der 4. Jahrgangsstufe,
- der Probeunterricht
- und eine zusätzliche Entscheidungsmöglichkeit und mehr Verantwortung der
Eltern bei der Wahl der weiterführenden Schule nach dem Probeunterricht.
In der Übertrittsphase werden Grundschule und weiterführende Schule enger miteinander verzahnt. „Wir greifen dazu auf die guten Erfahrungen zurück, die 546 Grundschullehrkräfte im Schuljahr 2008/2009 gesammelt hatten, als sie zum Einsatz an Realschulen und Gymnasien abgeordnet waren und als ,Lotsen` gute Arbeit geleistet haben“.
Hauptschulen bieten zudem Förderstunden für die Kinder in der 5. Jahrgangstufe an, damit sie erfolgreich ihren Weg gehen können. Die Realschulen werden dies ab dem Schuljahr 2010/11 ebenfalls tun.
Jedes Kind müsse einen individuellen Weg gehen können, so der Minister.
Einschulungsstichtag bald 30. September
Der Einschulungsstichtag wird ab dem Schuljahr 2010/2011 der 30. September sein. „Nur die Kinder sollen schulpflichtig werden, die bis zum Ende des Monats, in dem der Unterricht beginnt, sechs Jahre alt werden“ so Minister Spaenle. Die bis jetzt praktizierte Vorverlegung des Einschulungsalters habe sich nicht ausreichend bewährt, argumentiert Dr. Spaenle.
Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
Englischfortbildung schulartübergreifend
- Englischfortbildung schulartübergreifend
- Mit dem von Schulamtsdirektorin Irma Amrehn, Kitzingen initiierten Angebot einer schulartübergreifenden Lehrerfortbildung im Fach Englisch wird den Lehrkräften die Gelegenheit gegeben, über die fachlich-inhaltliche Seite hinaus gemeinsam mit Lehrkräften aus den anderen Schularten im Fach Englisch Kontakte zu knüpfen und ins Gespräch zu kommen.
Mr. Barry Colyer, native speaker“ aus Broadstairs, England, bereits bei vielen Grundschullehrkräften bekannt durch den Sprachkompetenztest, gestaltete die Fortbildungstage in bewährter Weise mit jeweils einer Gruppe von 20 Teilnehmern.
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